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Vaterschaftstest - Was ist das?

 
Beim Vaterschaftstest handelt es sich um einen sogenannten Gen-Test (DNA-Analyse), welcher zur Klärung eines Verwandtschaftsverhältnisses zwischen zwei oder mehreren Personen durchgeführt wird. Dazu wird in aller Regel eine Speichel– oder Blutprobe von Mutter, Kind und dessen möglichen Vater verwendet.

Bei einem Vaterschaftstest werden sogenannte nicht-codierende DNA Bereiche analysiert, welche nicht für Persönlichkeitsmerkmale wie Augen- und Haarfarbe oder Körperform verantwortlich sind. Diese genetisch stummen DNA Regionen weisen einen für jede Person charakteristischen Fingerabdruck auf.

Alle kommerziell erhältlichen Vaterschaftsuntersuchungen beschränken sich auf die Analyse von einigen wenigen DNA Abschnitten (sog. Mikrosatelliten oder STRs: short tandem repeats), welche über verschiedene Chromosomen verteilt sind. Zur Erinnerung: jeder Mensch besitzt 23 Chromosomenpaare, wobei jeweils ein Satz vom Vater und einer von der Mutter stammt. Damit besitzen auch die jeweils analysierten STRs zwei unterschiedliche Ausprägungsmuster (Allele); ein Allel von der Mutter und eines vom Vater. Die ausgewählten STRs zeichnen sich ferner durch eine hohe genetische Variation zwischen den Individuen aus. Der Vaterschaftstest beruht nun auf dem Prinzip, dass für alle untersuchten STRs eines Individuums eine Übereinstimmung durch die Kombination der Allele der Mutter und des vermuteten Vaters vorhanden sein muss.

In unserem Labor analysieren wir 15 verschiedene STRs unter Verwendung moderner molekularbiologischer Technologien (PCR und Kapillarelektrophorese), um ein Verwandtschaftsverhältnis zu klären.
 
 

Vaterschaftstest – Wann ist ein Gen-Test angesagt und welcher Anbieter ist der Richtige?

 
Kommt ein Kind in einer Ehe zur Welt, so gilt der Ehemann automatisch als der gesetzliche Vater. Glaubt er nicht, der leibliche Vater des Kindes zu sein, kann er dies vor Gericht anfechten. Ist das Kind unehelich, kann der Vater das Kind vor oder nach der Geburt beim Zivilstandsamt anerkennen. Bestreitet er die Vaterschaft, kommt die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB (ehemals Vormundschaftsbehörde) zum Zug: Das Kind erhält einen Beistand, der sowohl die Frage der Vaterschaft (nötigenfalls mit einem Prozess) als auch des Unterhalts des Kindes regeln muss. Diese beiden Situationen sind die häufigste Grundlage für die Durchführung eines Vaterschaftstests.
 
In der Schweiz sind Vaterschaftsuntersuchungen, die über das Internet angeboten werden und ohne das Einverständnis aller beteiligten Personen (Mutter bzw. des Kindes oder auch des Vaters) durchgeführt werden, strafbar. Ein Vaterschaftstest bzw. das daraus resultierende Gutachten hat nur dann vor Gericht Gültigkeit, wenn das Labor über die Betriebsbewilligung des Bundesamtes für Polizei fedpol verfügt. Diese ist an Auflagen, welche im Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) bzw. dessen Verordnung über die Erstellung von DNA-Profilen im Zivil- und Verwaltungsbereich (VDZV) definiert ist, gebunden.
 
Als seriöse Anbieter für DNA Vaterschaftsanalysen können in der Schweiz die Institute für Rechtsmedizin sowie einige vom fedpol anerkannte private Labors angesehen werden. Je nach Labor belaufen sich die Analysekosten für eine seriöse Vaterschaftsabklärung (3 Personen) auf ca. 900.- bis 2000.- Franken. Microsynth ist in der Schweiz einer der renommiertesten Anbieter (seit 2003 bieten wir Vaterschaftsanalysen an) mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis. Eine typische Vaterschaftsabklärung (Vater, Mutter, Kind) dauert bei uns nur ca. 1 Woche und kostet 850.- CHF (ohne Probenentnahme und exkl. MWST).